shadow
Fragen und Antworten
 

Falls Deine Fragen hier nicht ausreichend beantwortet werden, schreibe uns bitte eine Email:
austria@international-experience.net

FAQ

  1. Wie können wir uns als Familie auf diese Zeit vorbereiten?

    Ihr Kind hat sich zusammen mit Ihnen dazu entschlossen, eine ganz besondere Herausforderung zu suchen und für ein Jahr ins Ausland zu gehen. Sicherlich ein bedeutender Einschnitt auch in Ihrem Leben, aber ganz sicher eine Erfahrung, die an Bedeutsamkeit für die Zukunft Ihres Kindes nicht zu unterschätzen ist! Keine Gastfamilie wird jedoch ihren Tagesablauf, ihre Freizeitaktivitäten und ihre Meinungen und Gewohnheiten für Ihr Kind wesentlich verändern. Ebenso wird kein Professor von Ihrem Kind weniger verlangen als von den einheimischen Schülerinnen und Schülern, keine Schule, kein Sporttrainer wird die geltenden Prozesse außer Kraft setzen und kein Sheriff wird darüber hinwegsehen, wenn Ihre Tochter oder Ihr Sohn sich gegen geltendes Gesetz verhält. Im Folgenden haben wir für Sie einen kleinen Fragenkatalog erarbeitet, den wir Ihnen in die Hand geben wollen mit der Bitte, die Fragen für sich und für Ihr Kind ehrlich zu beantworten. Er soll eine Hilfestellung für Sie sein, um deutlich zu machen, wie wichtig auch Ihr Verhalten vor und während des Auslandsaufenthaltes Ihres Kindes ist. So helfen Sie bei der Vorbereitung optimal mit

  2. Praktische Tipps

    Ihre Tochter / Ihr Sohn sollte sich schon hier in Österreich mit seinem Zielland beschäftigen, sich Wissen aneignen über Geschichte, Geographie, Klima, politische Situation, Bräuche und auch Bildung und Schulsystem. Dazu gehört Lektüre, Information über das Internet oder auch einmal der Blick in den Atlas! Bücheranregungen finden Sie auf der Leseliste im Students Handbook. Auch das Lesen ein oder zwei englischsprachiger Bücher oder Zeitungen pro Monat ist erforderlich, um den täglichen Umgang mit der Fremdsprache zu üben. Fremdsprachliche Zeitschriften gibt es bei uns in fast allen Buchläden an den Bahnhöfen, zunächst hilft das Lexikon! Auch den schnellen und gezielten Umgang mit dem Wörterbuch lernt man somit. Ebenso wichtig ist, über die Aktualität in Österreich und auch hier historisch, geschichtlich und kulturell Bescheid zu wissen, da auch die Gasteltern, Schulfreunde und -lehrer etwas von Ihrem Kind über unser Land und unser Leben erfahren möchten. Vergessen Sie nicht, Ihre Tochter oder Ihr Sohn ist auch so etwas wie ein "junger Botschafter" Österreichs. Planen Sie genügend Zeit zum Abschied nehmen ein. Es kann immer passieren, dass eine Platzierung an einer Schule plötzlich schnell geht, und die Zeit zum Abflug zu „verfliegen“ droht. Bitte berücksichtigen Sie das auch in Ihrer persönlichen Ferienplanung und buchen Sie keinen festen Urlaub in der Zeit der Abreise, dessen Storno dann mit hohen Kosten verbunden sein kann. Kümmern Sie sich rechtzeitig um alle erforderlichen Reiseunterlagen, besonders um einen gültigen, maschinenlesbaren Reisepass, da auf einen Kinderausweis kein Visum ausgestellt wird. Machen Sie sich von sämtlichen Dokumenten immer eine Kopie, die Sie bei sich zu Hause aufbewahren, um bei Bedarf darauf zurückgreifen zu können. Denken Sie daran, dass bei eventuell auftretenden Problemen zunächst unsere sog. „chain of communication“ - die Kommunikationskette eingehalten werden soll; das hat auf viel Erfahrung basierende Gründe (siehe dazu auch das Kapitel „Problemlösungen“)! Wir haben für dringende Fälle einen 24-Stunden - Service eingerichtet, über den Sie einen unserer Mitarbeiter hier in Österreich immer erreichen können.

  3. Taschengeld

    Das Taschengeld für Ihr Kind muss möglichst realistisch eingeplant werden. Es darf nicht nur für die eigenen Zwecke des Schülers ausreichen. Wir empfehlen einen Betrag von 200.- bis 250.-  pro Monat. o Planen Sie Ausgaben für die Gastfamilie mit ein, z.B. für eine Tankfüllung als Beitrag zum Fahren zu außerschulischen Aktivitäten oder nach einem gemeinsamen Besuch in einem Restaurant für den Nachtisch für alle o.ä. o Zusätzlicher Eigenbedarf an Nahrungsmitteln oder besondere Wünsche sollten selbst finanziert werden. Hier sind besonders Vegetarier aufgefordert, ihre besonderen Essenswünsche möglichst selbst zu realisieren bzw. auch zuzubereiten. Extra „fees and levies“ an den (auch öffentlichen) Schulen für besondere Aktivitäten wie Ausflüge oder Veranstaltungen werden auf die Kinder zukommen. Planen Sie für den Beginn besser ein etwas höheres Taschengeld ein, nach der Zeit der Eingewöhnung werden Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die tatsächlich benötigte Höhe einschätzen können. Ermutigen Sie Ihre Tochter oder Ihren Sohn, auch für die Gasteltern die eine oder andere Ausgabe als kleines „Dankeschön“ zu tätigen. Ein zu hohes Taschengeld zur eigenen Verfügung ist allerdings auch nicht wünschenswert, da das großzügige Ausgeben im Freundeskreis Neid auslösen kann und womöglich ausgenutzt wird! Auch sehen es die Gasteltern und Gastgeschwister in der Regel nicht gerne, wenn der Austauschschüler über weit mehr Taschengeld verfügt als die eigenen Kinder.

  4. Schule

    Die Schule erwartet, dass die Austauschschüler ebenso wie die Einheimischen die geforderten Leistungsnachweise erbringen. "Schwänzen" ist absolut untersagt. Alle geplanten Kurse und Aktivitäten müssen besucht und absolviert werden. Abschreiben bei Tests, Klassenarbeiten oder sonstigen Aufgaben ("Cheating") ist besonders in Amerika kein Kavaliersdelikt und daher verboten. Im schlimmsten Fall kann dies sogar zum Ausschluss aus der Schule führen. Der Gastschüler hat keinen Anspruch auf Diplome oder sonstige Abschlüsse. Drängen bei der Schuldirektion hat normalerweise keine Aussicht auf Erfolg. Schulentscheidungen müssen akzeptiert werden. Daher kein "pushen" bitte.

  5. Heimweh / Kulturschock

    Es ist absolut normal, wenn Ihr Kind während seines Aufenthaltes Phasen von Heimweh durchmacht oder auch von den kulturellen Unterschieden des Gastlandes überfordert ist. Erfahrungsgemäß gibt es den ersten Einbruch nach ca. 6 Wochen. In den USA ist das meist kurz vor "Thanksgiving", wenn das traditionelle Familienfest bei Truthahn und Kerzenlicht im großen Kreis der Familie gefeiert wird. Alle sind da, die Stimmung ist meist besinnlich wie bei unserem Weihnachtsfest und da fehlen plötzlich die eigenen Eltern und Geschwister. Das Gleiche gilt natürlich dann für die Weihnachtsfeiertage, an denen man naturgemäß auch viel mehr an zu Hause denkt. Heimweh: auch wenn es Ihnen schwer fällt, in einer solchen Phase sollten Sie bewusst nicht zu oft anrufen. Halten Sie die "normale" Frequenz ein (ca. 2 x pro Monat) und ermutigen Sie Ihr Kind zur Teilnahme an Aktivitäten, reden Sie mit ihm darüber, sich jetzt nicht "einzuigeln". Äußern Sie Verständnis für die Situation, geben Sie Ihrem Kind seelischen Rückhalt und garantieren Sie ihm die emotionale Unterstützung, die in Ihrem Maße möglich ist. Lassen Sie auf keinen Fall Kurzschlusshandlungen zu, wie z.B. plötzliches Hinreisen oder Besuche oder umgekehrt überstürztes "Nach-Hause-Holen". In schwierigen Situationen, denen Sie sich nicht mehr gewachsen fühlen, holen Sie bitte immer zuerst Rat und Hilfe bei uns ein. Telefon: "Ich möchte so gerne ihre/seine Stimme hören!" empfinden Eltern oft nach den ersten Tagen des "Alleinseins". Tun Sie es nicht! Warten Sie, bis Sie angerufen werden. Natürlich sollen Sie nicht auf die erste Rückmeldung "Ich bin gut angekommen" verzichten, doch dann ist ein Abstand von mindestens 14 Tagen empfehlenswert. Werden Sie am Telefon nicht emotional, das macht die Situation noch schwieriger. "Wir vermissen Dich so sehr" ist kein gutes Schlusswort. „Wir glauben an Dich, Du schaffst das“ ist sehr viel effektiver! Kulturschock: Versuchen Sie, objektiv zu bleiben. Relativieren Sie mögliche negative Äußerungen und Eindrücke, heben Sie positive Erlebnisse hervor und bestärken Sie Ihr Kind, diese intensiver zu erleben. Weisen Sie es darauf hin, dass zu Hause auch nicht immer alles gleichermaßen "gut läuft".

  6. Kommunikation mit Ihren Kindern

    Telefon: Der persönlichste Kontakt ist sicherlich der telefonische. Man hört die Stimme und kann vielleicht die Stimmung etwas einschätzen, allerdings besteht hierbei immer die Gefahr zu emotional zu werden oder Sorgen zu übertragen, die Ihrem Wohlergehen und dem Ihrer Tochter/Ihres Sohnes nicht zuträglich sind. Allerdings können auch Freude und positive Nachrichten intensiver über das Telefon ausgetauscht werden. o Beachten müssen Sie hierbei unbedingt den Zeitunterschied und Vorgaben der Gastfamilie, wie oft Ihr Kind das Telefon benutzen kann, da es sich hier auch um einen finanziellen Aspekt handelt.  Email: In der heutigen Zeit ist das Versenden von Emails die beliebteste und günstigste Alternative. Nahezu jeder Haushalt verfügt über einen Internet-Anschluss, und die meisten Gastfamilien erlauben den Schülern auch den Zugang, wenn auch wahrscheinlich auf bestimmte Zeiten täglich oder wöchentlich beschränkt. Diese Zeiten müssen unbedingt berücksichtigt und eingehalten werden. Zur Lösung dringlicher Probleme sind Emails nicht optimal, da sie normalerweise nicht zeitnah abgerufen und zudem missverständlich aufgenommen werden können. Auch für die Kommunikation per Email gilt die Regel, nicht zu häufige Kontakte, dafür intensiver, ist die bessere Wahl. Brief: Warum eigentlich nicht einmal wieder auf die gute alte Post zurückgreifen? Handgeschriebene Briefe sind noch immer sehr persönlich und vermitteln oft ein warmherzigeres Interesse als die elektronischen. Außerdem wird hier durch den herkömmlichen Postweg die Frequenz der Kontakte auf ein erträgliches Maß reduziert. Unsere Erfahrung zeigt, dass zu häufiger Kontakt mit dem Elternhaus mögliches Heimweh verstärken und nicht abschwächen kann, die Anpassung an die neue Umgebung wird unnötig erschwert. Normalerweise ergeben sich in Absprache mit den Gasteltern festgelegte Zeiten, in denen Sie mit Ihrem Kind regelmäßigen telefonischen Kontakt halten können. Halten Sie sich daran! Belasten Sie Ihre Tochter/Ihrem Sohn nicht mit unnötigen Sorgen aus Österreich und beschränken Sie den telefonischen Kontakt auf ca. alle 14 Tage.

  7. Flexibilität

    Ein hohes Maß an Flexibilität ist absolut unerlässlich für ein erfolgreiches Schuljahr im Ausland und wahrscheinlich mit die größte Herausforderung für die Schülerinnen und Schüler. Jeder hat vorher ein bestimmtes Bild von seinem Gastland, entweder durch eigene Urlaubserlebnisse oder durch Berichte von Freunden, Bekannten und den Medien. Und dann „kommt es erstens anders und zweitens als man denkt!“ Helfen Sie Ihrem Kind, indem Sie keine Illusionen verstärken vom „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“, vom „Tellerwäscher zum Millionär“ oder vom „Entdeckt-Werden“ als Spitzensportler, Schauspieler oder Fotomodell! Die Schülerinnen und Schüler werden in „normalen“ Familien leben, „normale“ öffentliche oder private Schulen besuchen und dementsprechende Förderungen erfahren, die alle anderen Mitschüler auch bekommen. Auch im Ausland werden sie Freunde haben, die entweder luxuriöser oder aber auch einfacher leben als sie selbst, die einen weiteren oder näheren Schulweg haben, mit dem Schulbus fahren müssen oder gebracht werden. Bitte bedenken Sie hier die völlig andere Infrastruktur z.B. in den USA oder Australien, wo weite Entfernungen zwischen Wohn- und Arbeitsplatz bzw. Schule ganz normal sind und an die sich Ihr Kind gewöhnen muss. Hier gilt es, die eigene Situation mit positiver Einstellung anzunehmen, das ist die beste Voraussetzung für ein gutes Einleben in Familie und Schule. Daher ist es absolut notwendig, dass der Austauschschüler die Bereitschaft zur Anpassung an die Gastfamilie und die Umgebung zeigt, denn „die Anpassung erbringt der Gast, nicht der Gastgeber“. Wichtig ist ebenso, sich im Vorfeld nicht auf eine bestimmte Region des Ziellandes festzulegen und dann womöglich enttäuscht zu sein. Wir versuchen, Wünsche zu berücksichtigen, sind aber letztendlich auf die Freigabe der Schulplätze und auf bereitwillige Gastfamilien angewiesen, was für uns erste Priorität hat und nicht Kalifornien, Hawaii oder Sydney. Die Auswahl einer Gastfamilie, passend zum Gast und umgekehrt, ist das schwierigste Unterfangen überhaupt bei der Durchführung eines akademischen Auslandsschuljahres, weil es eben nicht nur um ein „Gästezimmer“ geht, dass wir buchen können. Es sind immer mehrere Menschen involviert und auch Tiere, mit denen man sich ebenfalls anfreunden muss. Keine avisierte Gastfamilie ist vollends „transparent“. Unser iE-Team vor Ort ist sehr erfahren, besucht viele Familien, die die Aufnahme eines jungen Ausländers signalisiert haben und erfährt sehr viel in den persönlichen Gesprächen. Basierend auf den vorgegebenen persönlichen Daten des Kandidaten und den vorgefundenen häuslichen Gegebenheiten kommt eine Familie für uns in Frage oder auch nicht. Es ist ein nicht unerheblicher Aufwand, weil sich nur knapp die Hälfte aller avisierten Gastgeber „eignen“.

  8. Visum

    Der Prozess der Visumerteilung ist jedes Jahr wieder ein Thema, das die meisten Familien etwas verunsichert. Grundsätzlich gilt, dass jede Schülerin und jeder Schüler für alle außereuropäischen Länder ein so genanntes Schülervisum braucht, um als Auslandsschüler aufgenommen zu werden. Visumbestimmungen ändern sich schnell, und wir müssen immer anders, aber stets aktuell handeln. Das kann Zeitverzug und für alle Stress bedeuten, doch wir müssen uns diesen offiziellen Vorgaben beugen. Neben der formalen Abwicklung ist die emotionale Belastung oftmals nicht unerheblich, da es immer wieder vorkommt, dass besonders in den USA die Erteilung länger Zeit in Anspruch nimmt als vermutet. Und hier gilt: Wir tun alles, um den Ablauf möglichst zügig und reibungslos zu gestalten. Allerdings können auch wir nicht in den Tagesablauf der Konsulate eingreifen und sind daher von der Schnelligkeit der Bearbeitung in den jeweiligen Behörden abhängig. Also hier gilt einmal mehr: Bitte haben Sie Geduld und bewahren Sie den bereits angesprochenen "kühlen Kopf". Wir können hier wieder auf unsere Erfahrung hinweisen, dass es immer noch geklappt hat, wenn auch manchmal spät, aber sicher! Bei all unseren Zielländern ist es so, dass wir zunächst die Formulare, mit denen das Visum überhaupt erst beantragt werden kann, von den zuständigen Organisationen im Ausland zugeschickt bekommen und diese dann, nach Kontrolle auf Richtigkeit mit allen notwendigen Hinweisen an Sie weiterleiten. Bevor diese Formulare bei uns nicht vorliegen, sind uns allen "die Hände gebunden". Erst dann sind Sie bzw. Ihre Tochter / Ihr Sohn gefordert, alles korrekt auszufüllen, alle notwendigen und gültigen Dokumente vorzulegen und dann abzuwarten, bis das Visum in Form eines Stempels bzw. eingehefteten Sichtvermerks im Pass vorliegt. Sollten für einzelne Länder spezielle Dokumente notwendig sein, die Sie schon im Vorfeld beantragen können, so uniformieren wir Sie frühzeitig darüber und bieten die entsprechenden Hilfestellungen an. Anhand der derzeit geltenden US-Regularien erläutern wir Ihnen kurz den zusammengefassten Ablauf der Dokumentenbereitstellung und Beschaffung für das Schülervisum für die USA: Reisepass (kein Kinderausweis!!) muss vorliegen iE-Mitarbeiter und Partner füllen die vom State Department vorgegebenen Formulare aus. Dazu gehören Details zu Gastfamilie und Schule mit den entsprechenden Dokumenten, Unterschriften und Siegeln. Das ist sehr zeitaufwändig. Wir bei iE-Österreich prüfen die Richtigkeit der Angaben und leiten alles an Sie weiter. Sie vervollständigen alle erforderlichen Angaben, machen einen Interviewtermin bei der Botschaft bzw. Konsulat und bezahlen die erforderlichen SEVIS-Gebühren. Termin mit Interview in dem je nach Wohnort für Sie zuständigen Konsulat Visierter Reisepass (in der Regel 10 Tage nach dem persönlichen Gespräch mit dem Konsularbeamten .Ein weiterer wichtiger Hinweis für Sie ist, die Gültigkeit des Visums genau im Auge zu behalten, falls Sie mit Ihrem Kind noch einen Urlaub im Zielland anhängen wollen. In den USA darf das Visum exakt 30 Tage lang zu touristischen Zwecken „überzogen“ werden und keinen Tag länger!! In den anderen Ländern geht das nicht, dort muss das Visum, wenn man wegen einer Reise o.ä. länger im Land bleiben möchte, vor Ort bei der zuständigen Behörde gegen eine Gebühr persönlich verlängert werden. Detaillierte Informationen für alle Austauschländer, z.B. über die notwendigen Antragsformulare oder Kosten der Visumsbeantragung finden Sie im Schülerhandbuch Handbook for iE ambassadors.

  9. Versicherungspflicht

    Alle Schülerinnen und Schüler, die ein Jahr im Ausland verbringen, sind verpflichtet, eine im Ausland gültige Krankenversicherung aufzuweisen. iE bietet spezielle Versicherungspakete für die einzelnen Zielländer an, die die Basisleistungen bei Unfall und Krankheit im Ausland abdecken.

  10. Versicherungspaket

    Unser Versicherungspaket umfasst neben der obligatorischen Reisekranken-, -unfall- und -haftpflichtversicherung noch eine Reisegepäck- und Rechtsschutzversicherung. Damit sind die Schülerinnen und Schüler während ihres Aufenthaltes im Ausland für eventuelle Schäden umfangreich versichert. Ein ausführliches Informationsheft der Versicherungsgesellschaft schicken wir Ihnen zusammen mit dem Flugticket zu. Kosten gem.

  11. Flug

    Sobald wir die feste Platzierung unserer Schülerinnen und Schüler vorliegen haben und es klar ist, wohin Ihre Tochter/Ihr Sohn reisen wird, geht es um die Organisation des Fluges. Unsere vertraglichen Vereinbarungen sehen vor, dass Sie, wenn Sie das wollen, den Flug selbständig organisieren können. Die andere Möglichkeit ist, diese Aufgabe uns zu überlassen, was für Sie den Vorteil hat, auf unsere Erfahrungen und langjährigen Kontakte zu Reisebüros zurückzugreifen. Generell gilt, dass alle Schüler ein Jugendtarifticket benötigen, welches 12 Monate gültig ist und in dem, wenn möglich, der genaue Termin für den Rückflug noch nicht vermerkt ist (offenes Ticket). Der genaue Rückflugtermin wird dann von den Schülern selbständig vor Ort eingebucht, sobald er in Absprache mit den Schulen, der Gastfamilie und Ihnen feststeht. Jahresschüler sollten die Buchung bereits im Januar, Semesterschüler schon im November in einem ansässigen Reisebüro tätigen. Die meisten Fluggesellschaften haben allerdings im vergangenen Jahr ihre Tarife und Buchungssysteme verändert, so dass bereits bei der Buchung der Hinreise ein Datum für den Rückflug eintragen werden muss, welches dann gegen einen geringen Aufpreis umgebucht wird. Machen Sie sich daher nach Möglichkeit schon frühzeitig Gedanken darüber, wie und wann Ihr Kind wieder nach Hause kommen soll und ob Sie eine gemeinsame Reise am Ende des Aufenthaltes planen. Sie müssen wissen, dass das Ticket die gleiche Rückflugroute vorsieht wie auf der Hinreise, d.h., dass Ihr Kind vom gleichen Abflughafen aus, der im Ticket vermerkt ist, wieder zurück nach Österreich fliegen muss und auch hier an den gleichen Ausgangsflughafen. Sämtliche Änderungen dieser Route (das sog. „rerouting“) ist nur gegen oft nicht unerhebliche Umbuchungsgebühren möglich, für dazukommende Anschlussflüge müssen eigene Tickets gekauft werden. Wenn Ihr Kind nicht am genannten Abflughafen erscheint, verfällt das gesamte Ticket! Das Gleiche gilt auch, wenn die 12 Monate Gültigkeit überschritten werden. Nach Ablauf dieser Frist verliert das Ticket seine Gültigkeit und die Schülerin/der Schüler muss ein komplett neues Ticket zum vollen Preis kaufen. Wenn Sie also den Flug in Eigenregie buchen möchten, beachten Sie bitte die genannten Hinweise. Sollten Sie in einem "Meilenprogramm" bestimmter Fluggesellschaften teilnehmen und dies für Ihr Kind nutzen wollen, so beachten Sie bitte, dass wir meistens nicht früh genug den genauen Zielort, d.h. die Platzierung wissen, um einen in diesen Programmen oft gewünschten frühen Einbuchungstermin garantieren zu können. Bei der Reservierung des Rückfluges muss auch unbedingt das Ablaufdatum des Visums beachtet werden. In den USA darf ein deutscher Staatsbürger noch 30 Tage nach Ablauf des Visums im Land bleiben, in Australien, Neuseeland, Südafrika etc. besteht diese Verlängerungsfrist nicht! (Visumsverlängerungen hier nur gegen Gebühr vor Ort).Für die Schülerinnen und Schüler, die nach Neuseeland, Australien und Südafrika fliegen, haben wir in den letzten Jahren gute Erfahrungen mit Gruppenflügen gemacht, d.h. hier können wir i.d.R. die Interkontinentalstrecke für alle Teilnehmer gemeinsam organisieren, was für die Kinder oft angenehmer ist. Ausführliche Informationen zum Thema Flug finden Sie auch im Schülerhandbuch, ansonsten wenden Sie sich bei weiteren Fragen immer gerne an unser Büro.

  12. Beurlaubung

    Mit der Bestätigung zur Aufnahme in unser Programm hast Du eine  Teilnahmebescheinigung bekommen, mit der Du Dich an Deiner Schule beurlauben lassen kannst. Diese Teilnahmebescheinigungen sind immer auf ein ganzes Jahr ausgestellt, da es oft vorkommt, dass Semesterschüler/innen sich später entscheiden, doch ein ganzes Schuljahr zu bleiben. Da eine nachträgliche Beurlaubung für die zweiten fünf Monate i. d. R. schwierig ist, ist das unsere Vorsichtsmaßnahme. Sollte Dir diese Bescheinigung fehlen, fordere diese bitte bei uns an. Die Möglichkeit, dein Auslandsschuljahr hier in Österreich angerechnet zu bekommen, musst Du mit der Schulleitung Deiner österreichischen Schule abklären. Nimm bitte daher, sofern dies noch nicht geschehen ist, Deine Beurlaubung von der Schule als Anlass zum Gespräch über Deinen Aufstieg in die nächste Schulstufe. Das Gleiche gilt für den Fall, wenn Du für Latein noch Prüfungen machen musst. Bitte mache dir eine Kopie von allen Unterlagen, damit Du eventuelle Nachfragen von anderen Institutionen wie Krankenkasse, Steuerberater, Bundesheer etc. sofort beantworten kannst. 

  13. Ferienplanung

    Dein Auslandsaufenthalt, der gut vorbereitet sein muss, ist für die gesamte Familie ein großer Schritt der Veränderung. Auch ausreichend Zeit für den Abschied sollte gelassen werden. Plant daher bitte für den Zeitraum der Abreise (etwa Mitte Juli bis Anfang September) keine größeren Reisen mehr ein. Erfahrungsgemäß gibt es immer noch Dinge, die sehr kurzfristig Regelungsbedarf haben. Bei möglichen geplanten Auslandsreisen müsst ihr außerdem beachten, dass euer Reisepass während des Visumsprozesses für einige Zeit in den entsprechenden Botschaften ist. Bittet beachtet, dass Behörden, Gastschulen und Gastfamilien sich NICHT nach euren persönlichen Ferienplänen richten können. Hier müsst ihr euch den Vorgaben anpassen.

  14. Schule und Fächerwahl

    Wichtig bei Deiner Fächerwahl im Ausland sind natürlich in erster Linie die Anforderungen Deiner österreichischen Schule. Um nach Deiner Heimkehr einen reibungslosen Start zu haben, solltest Du Deine Fächerwahl an der Deiner österreichischen Schule orientieren und Dich vor Abreise nach den Kursinhalten der nächsten Jahrgangsstufe erkundigen. An den Schulen im Ausland kannst Du in aller Regel nur 5-7 Fächer belegen, in Großbritannien sogar nur 3-4, da jedes Fach an jedem Tag in der Woche unterrichtet wird. Im ersten Halbjahr solltest Du nicht mehr als fünf Kurse haben.  Englisch, Mathematik und Geschichte beispielsweise sind in den meisten Ländern Pflicht. Frage also bei Deinen Fachlehrern auch nach dem Stoff, der in deinen anderen Interessens- und Pflichtgebieten durchgenommen wird (Sprachen, Biologie, Musik, etc.).Damit Du im Dickicht des "Kurs-Dschungels" an der neuen Schule nicht den Überblick verlierst, steht Dir wie allen Schülern auch ein sog. Guidance Counselor (Private und Boarding Schulen: Academic Advisor) zur Seite. Er unterstützt Dich bei der Stundenplanerstellung und Du kannst Dich auch mit anderen Problemen jederzeit an ihn wenden. Vielleicht macht Deine Schule einen Einstufungstest, um festzustellen welches Kursniveau das richtige für Dich ist. Meistens wirst Du in die Klasse eingestuft, die auf Deine in Österreich abgeschlossene folgt.

  15. Führerschein

    Nicht selten beinhaltet die Erwartungshaltung der Schülerinnen und Schüler für ihr Auslandsschuljahr auch den Erwerb des Führerscheins, da das Mindestalter dafür z. B. in den USA in der Regel niedriger ist als bei uns und man Kosten sparen will. Grundsätzlich verstößt das Fahren eines Fahrzeuges auf öffentlichen Straßen oder Plätzen während Deines Aufenthaltes im Gastland gegen die iE-Regeln. Warum? Weil Du im Schadensfall nicht versichert bist und Du, resp. Deine Eltern, die entstandenen Schäden aus der eigenen Tasche bezahlen müssen!! Hinweis: Hier gelten ausländische Maßstäbe, und die spielen z. B. in den USA in einer anderen Liga als hier zu Hause.

  16. Leben im Ausland - Verhalten

    Vorweg eine kleine Anmerkung: Es ist unmöglich, eine allgemeingültige Formel aufzustellen, aus der man das "Verhalten" der Leute in anderen Kulturkreisen ableiten könnte, denn: Es sind auch nur ganz normale Menschen, und in vielen Dingen unterscheiden sich die Verhaltensweisen nicht von den Deinen bzw. sind so selbstverständlich, dass sie hier nicht erwähnt werden müssen. In diesen Vorbereitungstexten haben wir uns größtenteils an den Unterschiede zwischen den USA und Österreich orientiert, da das amerikanische Familienverständnis in einigen Punkten doch recht deutlich von dem der österreichischen Familien abweicht. Dennoch kann man diese Hinweise gut auch für die anderen Länder nutzen, wenn es auch z.B. in Australien oder Neuseeland sicher etwas lockerer zugeht, in Südafrika und China z.B. durchaus auch noch strenger. Es gibt einige Bereiche, in denen die Wertvorstellungen und Verhaltensweisen von denen, die Du aus Österreich gewöhnt bist, abweichen: Ein altbekanntes (Vor)- Urteil, dem Du sicherlich auch schon begegnet bist ist zum Beispiel: "Amerikaner sind oberflächlich"!  Im englisch sprachigen Ausland sind die Menschen im Alltag jedoch besonders Fremden gegenüber oft sehr höflich und ein "How are you?“ oder "Great to see you?“ und andere Höflichkeitsfloskeln gehören einfach dazu. Im Vergleich zu Österreich ist es daher extrem leicht mit fremden Leuten ins Gespräch zu kommen; es ist ganz selbstverständlich ein paar freundliche Worte mit der Kassiererin im Supermarkt oder dem Kellner im Restaurant zu wechseln. Viele Österreicher missverstehen diese Höflichkeit. Sie erwarten, dass die Offenheit sich auf sie speziell bezieht - und nehmen eventuell an, gerade eine Freundschaft geschlossen zu haben. Die Enttäuschung folgt wenn sich die Erwartungen nicht erfüllen. So tun viele die floskelhafte Höflichkeit als Oberflächlichkeit ab, "weil nichts dahinter steckt". Es steckt aber etwas dahinter - und zwar das Bestreben, freundlich und unkompliziert miteinander umzugehen, so dass auch die Nebensächlichkeiten des täglichen Lebens in angenehmer Atmosphäre verlaufen. Das Problem der "Oberflächlichkeit" ist also ein Definitionsproblem, was auch wie so viele andere Dinge auf die Unterschiedlichkeit der Werte zurückgeführt werden kann. Auf jeden Fall aber erleichtert die Offenheit es euch (zumindest anfänglich) sehr, mit Leuten in Kontakt zu treten oder überhaupt ins Gespräch zu kommen! In Österreich, wo Fremden oft mehr Zurückhaltung und Verschlossenheit entgegengebracht wird, wäre eine erste Kontaktaufnahme bestimmt schwieriger. Also: Für Deine Zeit im Ausland kann es nur von Vorteil sein, wenn Du den Menschen genauso offen gegenüberstehst wie sie Dir. Ganz wichtig ist es auf jeden Fall, das "please" und "thank you" nicht zu vergessen. Auch von diesen Höflichkeitsfloskeln wird dort viel mehr Gebrauch gemacht als hier. Auch die Art, Kritik zu äußern wird stark von der grundsätzlichen Höflichkeit beeinflußt: Kritik wird demnach nicht mit einer Holzhammermethode geübt, sondern vielmehr indirekt! Ein Beispiel: Eine Freundin war gerade beim Friseur und der Haarschnitt sieht schrecklich aus. Sie fragt, wie Dir die neue Frisur gefällt. Du könntest antworten: "Well, it´s OK - maybe next time you could consider getting a shorter cut", oder noch indirekter: "oh, it looks fine - I bet a shorter cut would also look great on you“ - Generell kann man sagen, dass die verhaltensbedingten Unterschiede darauf zurückzuführen sind wie bestimmte Dinge, wie zum Beispiel Kritik, "verpackt" und auch definiert werden. Ein weiteres Beispiel: die direkte Übersetzung von "diskutieren" ist "to discuss". Und obwohl beide Varianten des Wortes sich vom selben lateinischen Wortstamm ableiten lassen, ergibt sich jedoch im Englischen ein anderer Bedeutungsspielraum des Wortes als in Österreich. Wenn Du hier mit Freunden, Eltern oder Lehrern diskutierst, dann setzt das oft voraus, dass zwei konträre Auffassungen zugrunde liegen und jede Partei versucht, die andere mit schlagkräftigen Argumenten von der eigenen Position zu überzeugen - oder zumindest diese Position plausibel zu machen. Während man diese  Art des Diskutierens vielleicht allgemein als "Standpunktverteidigung" bezeichnen könnte, wird eine discussion in den USA vielmehr als ein Austauschen über das jeweilige Thema verstanden. In den meisten Fällen ist es nicht einmal notwendig, dass zwei gegensätzliche Meinungen von vornherein existieren - für Dich ist es daher wichtig, beim Diskutieren nicht den Eindruck zu erwecken, immer nur streiten zu wollen! Und dabei nicht vergessen: keep smiling.....

  17. Das Leben im Ausland - Freizeit

    Wie verbringen Jugendliche im Ausland ihre freetime? In vielerlei Hinsicht sicherlich nicht viel anders als Du auch. Allerdings nimmt die Schule in den meisten Ländern einen viel höheren Stellenwert ein, wenn es um Freizeit- und sogar Abendgestaltung geht. Besonders in ländlichen Gegenden ist dies der Fall. Dort stellt die Schule meist einen Sammelpunkt aller kulturellen und sportlichen Ereignisse dar, so dass auch Eltern und ältere Menschen (retirees) die verschiedenen schulischen Veranstaltungen wie z. B. "concerts, theater performances, sports competitions" gerne besuchen (siehe Kapitel "Schule"). Aber auch für die Jugendlichen selbst spielt die Schule eine ganz zentrale Rolle, da dort alle Aktivitäten wie das Training im Sportteam (practice) am Nachmittag stattfinden. Schule im Ausland bedeutet daher nicht nur studying and tests, sondern auch fun, sports, music, drama, community service... So treffen sich die Jugendlichen beispielsweise bei den football games im Herbst und feuern die Mitschüler an; im Winter sind es dann die Basketballspiele. Auch am Wochenende werden oft Aktivitäten wie Kinoabende usw. von der Schule veranstaltet. Während Du hier im Allgemeinen viel früher aus der Schule kommst und dann selbst Deine Freizeit gestalten kannst - ob Du nun Freunde triffst oder in einem Verein bist - haben die Jugendlichen im Gastland im Vergleich weniger unstrukturierte Freizeit. Sie sind eher in einen Rahmen (neben der Schule könnten dies auch die Kirche oder der Job sein) eingebunden, aus dem sich die Freizeitgestaltung schon ergibt. Nach dem langen Schultag dann sind noch die Hausübungen in fast jedem Fach zu erledigen - es bleibt also nicht viel Freizeit übrig, die nicht “organisiert“ ist. Dies könnte für Dich anfänglich eine Umstellung bedeuten, wenn Du es von zu Hause her gewohnt bist, relativ viele Freiheiten zu haben und für Dich selbst verantwortlich zu sein. Im Ausland dagegen werden die Jugendlichen während der High School eher innerhalb des beschriebenen Rahmens geleitet. Es ist daher ganz selbstverständlich, dass die Eltern eine curfew - eine feste Zeit, zu der man abends nach Hause kommen muss -  festsetzen und genau wissen wollen, mit wem man für wie lange wohin geht..... Mehr Freiheiten gibt es erst auf dem College - dies hat unter anderem auch damit zu tun, dass die High School-Absolventen häufig ein College (oder eine Universität) in einem anderen Bundesstaat wählen und dann ohnehin nicht mehr dem direkten Zugriff der Eltern unterstehen. Wichtig: Dieses geleitet und stärker kontrolliert Sein ist Teil deines Lebens im Ausland. Absprachen mit den Gasteltern müssen getroffen und eingehalten werden!

  18. Leben im Ausland - Religion

    Alle Religionszweige, die Du aus Österreich kennst, sind auch im englisch sprachigen Ausland  vertreten. Im Bezug auf das Christentum gibt es z. B. Catholics und Protestants, welche wiederum viele Untergruppen - denominations -  beinhalten, wie z. B. Baptists, Methodists, Lutherans, Anglicans usw. (Übrigens: das österreichische Wort - evangelisch - ist zwar mit "Protestant" zu übersetzen, aber die in den USA entsprechende denomination ist die Lutheran Chuch.) Neben den Weltreligionen gibt es unendlich viele andere Strömungen und Verzweigungen, die selbst noch zahlreiche Untergruppen vorzuweisen haben, dazu noch sects und cults. Auch die zahlreichen einzelnen Regionen sind religiös verschiedenartig geprägt - wie zum Beispiel der amerikanische Bible Belt der Südstaaten, oder Kalifornien als Ursprungsort vieler Sekten. Somit stehen besonders den Amerikanern viele Möglichkeiten offen, die ihnen zusagende Religion zu wählen. Im Prinzip soll die Religionsfreiheit durch nichts eingeschränkt werden. Auch in Südafrika oder Australien werdet ihr viele verschiedene Kirchen kennen lernen können. Wichtig für Dich über Religion zu wissen ist, dass man Religion und Kirche im Ausland oft nicht mit Religion und Kirche in Österreich vergleichen kann! Viele Austauschschüler sind überrascht, wieviel Spaß ein Gottesdienst machen kann - denn alle (auch die Jugendlichen) machen mit und die Lieder sind auch anders. Nach dem Gottesdienst oder an Abenden veranstalten die meisten Gemeinden allerlei Dinge, wie Feste, Ausflüge und Kulturelles. Fast alle haben Jugendgruppen, in denen es ein breites Angebot für Schüler gibt. Da die Kirche und alles, was dazu gehört, für viele Gastfamilien einen großen Teil des Lebens einnimmt, solltest Du bereit sein, dies mit ihnen während deines Aufenthaltes zu teilen. Denn nur so wirst Du voll in das Leben integriert. Außerdem macht es auch Spaß, wie unsere Ehemaligen uns immer wieder bestätigen. Natürlich darf weder die Gastfamilie, noch irgendeine religiöse Gruppe versuchen, Deinen eigenen religiösen Glauben zu ändern. Sollte irgendjemand trotzdem versuchen, Dich zum Konvertieren zu bewegen, so sage ihm einfach, dass dies in Deinem Austauschprogramm verboten ist und besprich das Problem sofort mit uns oder dem Koordinator.

  19. Leben im Ausland - Jobs

    Viele Jugendliche arbeiten während der Schulzeit an Wochenenden aber teilweise auch unter der Woche am Abend. In den Ferien hat fast jeder Jugendliche einen summer job. Einige der weitverbreitetsten Arbeitsmöglichkeiten sind supermarkets, malls oder restaurants. Viele österreichische Schüler jobben zwar auch (Babysitten, Nachhilfe geben usw.), aber im Schnitt kann man schon sagen, dass es im Ausland viel selbstverständlicher ist, sich zu seinem in der Regel nicht zu hohen Taschengeld etwas hinzuzuverdienen, beispielsweise für die Finanzierung des eigenen Autos (besonders in "rural areas" ist dies das wichtigste Fortbewegungsmittel). Das hat besonders in Amerika zum einen etwas mit der etwas anderen "work ethic" zu tun, die darauf hinzielt, dass Jugendliche möglichst früh die Selbständigkeit entwickeln. Zum anderen aber wird schon frühzeitig für die college education gespart. Da der Besuch eines College mit hohen Kosten verbunden ist (einige kosten mittlerweile mehr als $ 30.000,-- pro Jahr) und die Eltern diese alleine häufig nicht aufbringen können, müssen viele Schüler selbst zur Finanzierung der Ausbildung beitragen.

  20. Leben im Ausland - Shopping

    Im außereuropäischen Ausland sind die malls beliebte Treffpunkte. Man kann in den Malls zwar auch ausgezeichnet shoppen (ob man nun neue sneakers oder den passenden prom dress sucht...), aber häufig trifft man sich dort einfach nur so, beispielsweise in einem der vielen „food courts“. Sogar Fitness-Studios werden zunehmend in die Malls integriert, so dass diese inzwischen auch als lifestyle centers bezeichnet werden!

  21. Leben im Ausland - Kino / Video

    Das Kino spielt im Ausland und Österreich eine ähnlich große Rolle - einziger Unterschied: die größe der Popcornpackung - XXXL! Das Ausleihen bzw. Anschauen von Videos (und auch Videospielen) oder DVD´s dagegen ist dort viel mehr als Freizeitbeschäftigung mit der Familie und Freunden "anerkannt" als hier, und es ist im allgemeinen auch viel billiger, Videos auszuleihen, einmal ganz abgesehen von der riesigen Auswahl an Filmen in den Videotheken. Wie schon erwähnt weisen im Gegensatz zu Österreich die ländlichen Gegenden eine geringere kulturelle Dichte auf, denn Theater, Konzerte und ähnliches werden generell weniger vom Staat subventioniert als hierzulande. Das Ergebnis sind weniger Alternativen zur Freizeitgestaltung (außerhalb der Schule), und speziell für Jugendliche ist außerdem auf Grund der strengen Altersbeschränkung für Clubs usw. das Freizeitangebot ohnehin reduziert. So ist es ganz normal, sich nach der Schule oder am Wochenende mit Freunden zum Videogucken zu treffen.

  22. Leben im Ausland - Parties

    Viele von euch werden von Österreich her anderes gewohnt sein. Im Ausland dagegen sind Clubs und Bars oft erst für Leute ab 21 Jahren zugelassen - Ausweiskontrollen sorgen für das Einhalten dieser Vorschrift! Da es speziell für Jugendliche nur wenige „alkoholfreie“ Clubs gibt, treffen sich Schüler/-innen und underaged Studenten eher zu kleinen Privatparties, zum BBQ usw. Ein „Partyleben“, wie es viele österreichische (Oberstufen-) Schüler kennen, findet häufig erst ab dem College statt. Die High School selbst veranstaltet allerdings auch Parties, wie zum Beispiel homecoming oder prom, die dann auch gerne von vielen Schülern besucht werden. Alcohol / Drugs / CigarettesAlkohol und jegliche andere Drogen sind während deines Aufenthalts streng verboten (zu diesem Punkt hast Du in den Programmbedingungen übrigens auch eine Unterschrift geleistet). Wenn Du Dich dazu entschließen solltest, diese Regel zu übergehen, dann läufst Du Gefahr, nach Hause geschickt zu werden, was leider jedes Jahr wieder vorkommt. Wenn Du also auf Parties eingeladen wirst, solltest Du schon vorher überlegen, was Dir die Sache wert ist und wie Du mit den „Angeboten“ von „Freunden“ umgehst. Das Konsumieren von Alkohol ist in Österreich ein Teil der Kultur, gehört sogar zum Alltag, besonders in Amerika jedoch besitzt der Alkohol eher eine negative KONNOTATION - hier treten die puritanischen Werte zum Vorschein! Während der prohibition der 30-er Jahre war Alkohol sogar als illegale Substanz verboten. Daher soll das Alkoholverbot für Dich keine Schikane darstellen, sondern fällt in die Sparte „kulturspezifische Unterschiede“, die respektiert werden müssen. Seit den 80er Jahren gibt es auch starke anti-drug campaigns; dementsprechend eindeutig ist die Einstellung der meisten Leute gegenüber Marihuana (dope, shit, weed, usw.). Der Besitz und Konsum von Cannabis (Haschisch) und anderen controlled substances wird im Ausland strafrechtlich äußerst streng verfolgt. Während mit diesem Thema hier in Österreich eher liberal umgegangen wird, gibt es an manchen Schulen im Gastland sogar drug tests. Viele Schüler fürchten diese Tests, denn der Gebrauch von Drogen kann mittlerweile wochenlang nachgewiesen werden und eine nachweisbare „Drogenvergangenheit“ kann zu schweren Konsequenzen für die weitere akademische und berufliche Laufbahn führen. Wichtig: Rauchen wird häufig mit Drogenkonsum gleichgesetzt und führt automatisch zu einer sozialen Ausgrenzung. Raucher sollten aus diesem Grund unbedingt vor Antritt der Reise mit dem Rauchen aufgehört haben. Es gibt an den Schulen keine „Raucherecken“ und sind auch für die Lehrer „no smoking areas“.

  23. Leben im Ausland - Tranportation

    In den größeren Städten und Großstädten gibt es ein Netz öffentlicher Verkehrsmittel (Busse, Bahnen, usw.) genau wie in Österreich. In ländlichen Gegenden aber sieht es mit der public transportation schlecht aus! Das Auto spielt für die Fortbewegung eine elementare Rolle. Schulbusse werden nach der Schule und spät am Nachmittag eingesetzt, damit auch die nicht motorisierten Schüler/-innen wieder nach Hause kommen. So kann jeder an schulischen Veranstaltungen und Nachmittagsaktivitäten teilnehmen. Eventuell wird sich für Dich die Möglichkeit ergeben, bei Freunden oder Gastgeschwistern im Auto mitzufahren.

  24. Leben im Ausland - Dating

    Besonders im Vergleich zur amerikanischen Gesellschaft sind die Österreicher sehr liberal was Beziehungen angeht. Sex wird hier oft schon im jugendlichen Alter als etwas Natürliches angesehen, in das die Jugendlichen automatisch hineinwachsen. Besonders in Amerika dagegen findet eher eine Stigmatisierung dieses Themas statt, es wird oft so getan, als ob Jugendliche in der High School keinen Sex hätten oder haben sollten, bis hin zu der bei manchen Amerikanern verbreiteten Meinung, dass Sex vor der Ehe unmoralisch sei. Aber natürlich hängt es von der Familie, regionalen Unterschieden und schließlich der Schulleitung ab, wie mit diesem Thema (sowie Bi-, Homo-, und Transsexualität) umgegangen wird. Oft bekommen Mädchen beispielsweise schnell eine „bad reputation“, wenn sie die unausgesprochenen Regeln nicht einhalten, was sich - vor allem in der Schule - sehr schnell herumspricht. Wenn Du also deinen Freund oder Freundin mit nach Hause nimmst, werden Deine Gasteltern es „inappropriate“ (unangebracht) finden (und ziemlich sauer reagieren), wenn Du ihn/sie in dein Zimmer mitnehmen willst. Und so etwas, wie beieinander zu übernachten steht bei den meisten nordamerikanischen Eltern überhaupt nicht zur Debatte. Um Missverständnisse zu vermeiden, ist es daher in jedem Fall ratsam, vorher das Gespräch mit deinen Gasteltern zu suchen, auch wenn es sich um Dinge handelt, die Du von Österreich her als selbstverständlich gewohnt bist So ist es zum Beispiel sehr wahrscheinlich, dass Deine Gasteltern bei einem date genau wissen wollen, mit wem Du Dich triffst, wohin Du gehst, ob noch andere dabei sind etc. Besonders bei Mädchen achten sie darauf, dass der Junge eine „good reputation“ besitzt.

  25. Leben im Ausland - Feiertage und Ferien in der Familie

    Es gibt neben den internationalen Feiertagen (z. B. Christmas) viele nationale, die im Bewusstsein der meisten Bewohner eine Erinnerung an wichtige kulturhistorische Ereignisse des Landes darstellen, wie zum Beispiel Independece Day oder Martin Luther King Day in den USA. Da die Feiertage also nicht notwendigerweise etwas mit Religion zu tun haben, nehmen in der Regel auch (prozentual) mehr Leute daran teil als etwa in Österreich. Thanksgiving beispielsweise wird in Amerika gefeiert, indem die ganze Familie (und evtl. Freunde) zusammenkommt und natürlich den berühmten turkey zubereitet - u. a. im Gedenken an die Hindernisse, die die Pilgrims anfänglich zu überwinden hatten. Daher kann man Thanksgiving überhaupt nicht mit dem österreichischen oder auch kanadischen, religiös geprägten Erntedankfest vergleichen! Die Feiertage sind oft auf einen Freitag oder Montag gelegt. Über diese three-day weekends freuen sich besonders die Arbeitnehmer, denn sie bekommen durchschnittliche nur 2-4 Wochen Urlaub im Jahr! Bei den amerikanischen Schulferien gibt es keine landesübergreifende Ferienplanung, so dass jede Schule die eigenen Ferientermine festlegen muss. In der Regel aber sieht die Verteilung wie folgt aus: 2 1/2 Monate Sommerferien, dafür kürzere bzw. weniger Zwischenferien. So etwas wie Familienurlaub mit weiten Reisen ist in vielen Ländern nicht so verbreitet wie in Österreich, zum Einen wegen der geringeren Urlaubszeit der Eltern, zum Anderen weil die Jugendlichen - besonders in den großen Ferien - häufig in den summer jobs vollzeitbeschäftigt sind. Stattdessen macht man viel öfter mal einen Kurzurlaub oder Wochenendtrips, zu theme parks oder an den Strand, wobei lange Autofahrten selten ein Hindernis darstellen. Im Allgemeinen wird die Natur sehr häufig für verschiedene Sport- und Freizeitmöglichkeiten genutzt, die natürlich je nach geographischen Gegebenheiten regional unterschiedlich sind. So ist beispielsweise Montana im Winter ideal für ski trips, während man in Arizona perfekt rock climbing gehen kann. Besonders beliebt ist das camping irgendwo in der wilderness, mit allem, was dazu gehört. In Neuseeland bieten viele Schulen ganz aufregende trips in die schönsten Ecken des Landes an! In Südafrika und Neuseeland lockt das Meer zum surfing. Der Freizeitwert besonders in diesen beiden Ländern ist daher sehr groß und wird auch von vielen Familien wahrgenommen. Boarding School Für die Boardingschüler unter euch werden vielleicht einige der obigen Angaben nicht so relevant sein, da das Leben on campus ganz eigenen Regeln unterworfen ist, auch im Hinblick auf die Freizeitgestaltung. Neben den on-campus Möglichkeiten während der Woche (activities etc.) gibt es hauptsächlich am Wochenende diverse off-campus Freizeitangebote, die direkt von der Schule aus organisiert werden, z. B. der Besuch einer Mall oder sportliche Aktivitäten. Einige Boarding-Schüler verbringen das Wochenende auch zu Hause, was sich natürlich besonders anbietet, wenn sie nicht allzu weit von der Schule entfernt wohnen. So könntest Du Dich u. U. auch mal fürs Wochenende einladen lassen und so ein paar Tage in einer Familie verbringen - wichtig dabei ist nur, dass sowohl die Schule (!), als auch Deine Eltern damit einverstanden sind. Man muss bedenken, dass die Schule eine große Verantwortung für Dich zu tragen hat. Deshalb die Bitte: Alles, was Dir hier selbstverständlich erscheint, unbedingt vorher mit der Schule und deinen Eltern abklären. Häufig verlangt die Schule zusätzlich eine schriftliche Erlaubnis Deiner Eltern. Während der Ferien hast Du dann oft die Chance, das landestypische „family life“ intensiver kennen zu lernen - ob Du nun von Campusfreunden eingeladen worden bist, Verwandte oder Freunde besuchst.... ? Und wenn sich auf die Schnelle nichts finden lässt, dann bietet die Schule oft selbst Trips an oder hilft Dir, eine Gastfamilie zu finden. Das sind dann in der Regel Familien, deren Kinder auch Deine Schule besuchen. Für Dich ist dies eine Chance, völlig „neue“ Leute kennen zu lernen und eine/n Mitschüler/in, mit der/dem Du bisher vielleicht nur wenig zu tun hattest. Besonders spannend wird es natürlich, wenn Du die Gelegenheit hast, die Ferien in einem anderen, vielleicht sogar vollkommen gegensätzlichen Bundesstaat zu verbringen! In diesem Fall musst Du Dich rechtzeitig um einen Flug kümmern - am besten, Du sprichst vorher mit deinem advisor darüber, der Dir sicherlich einige Tipps geben kann. Ein weiterer Punkt ist der Elternbesuch: Wenn Deine Eltern sich entschließen, Dich während des Jahres zu besuchen, dann ist das am praktischsten während der Schulferien, da Du ansonsten sehr in den Schulalltag eingebunden bist. Du solltest aber im Vorfeld abklären, ob die Schule vielleicht noch einen Gästeraum zur Verfügung hat, oder ob Deine Eltern auch am so genannten Parents Weekend die Möglichkeit haben, das Leben auf dem campus kennen zu lernen, Unterrichtsveranstaltungen zu besuchen, mit den Lehrern zu reden usw.

  26. Leben im Ausland - Schule

    Die High School ist, mal abgesehen von der eigenen Familie, der Lebensmittelpunkt der Teenager. Vielleicht war einer der Gründe, Dich für einen Austausch zu entscheiden sogar der, einmal eine andere Schule zu erleben! Sie wird auf jeden Fall in deinem Leben im Ausland eine zentrale Rolle spielen. Die High School ist, wenn man so will, die Schmiede, in der junge Menschen „gemacht“ werden. In einer Nation der Einwanderer wie den USA oder Australien kommt der Schule die wichtige Rolle zu, die Jugendlichen auf ein Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Sie ist eine kulturelle Notwendigkeit. Der Auftrag der High School ist nicht nur Bildung, sondern Persönlichkeitsbildung. Und das umfasst mehr als das Fundament des good citizen zu vermitteln: Die Jugendlichen sollen den eigenen Weg gehen und das Beste aus sich machen. Und zwar alle Jugendlichen. Die High School ist eine Gesamtschule im doppelten Sinn, sowohl was die Schüler, als auch was den Unterricht angeht. Es gibt keine Entsprechung zur in Österreich üblichen Zweiteilung in Hauptschule, und Gymnasium, sondern alle Schüler besuchen die High School. In der Konsequenz hat der Unterricht viele Facetten, die die unterschiedlichen Bedürfnisse und Interessen von Schülergruppen widerspiegeln. Er ist sehr viel breiter gefächert als der Unterricht an österreichischen Schulen. Es gibt die tech programs, in denen wie der Name schon sagt, Kurse angeboten werden, die technische und handwerkliche Fähigkeiten vermitteln. Solche Kurse bereiten auf eine spätere Ausbildung in einem entsprechenden Beruf vor, bzw. stellen selbst schon einen Teil der Ausbildung dar. Auf der anderen Seite gibt es die college prep education. In diesen Kursen werden die Schüler gezielt auf den späteren College-Besuch vorbereitet. Es gibt Schulen, die so genannte work/study programs anbieten, d. h. die Jugendlichen besuchen bestimmte Kurse und parallel dazu arbeiten sie für eine festgelegte Zeit in dem entsprechenden Berufsbereich. Manche Schulen stellen auch regelrechte Kurspläne zusammen, die  die Schüler/-innen gezielt zu einem bestimmten Berufsfeld hinführen.

  27. Leben im Ausland - Sport

    Sport spielt eine sehr große Rolle an den meisten Schulen, und auch später am College. Neben dem ganz normalen Sportunterricht (P.E. = Physical Education) gibt es oft Teams, die täglich nach der Schule trainieren und Wettkämpfe mit anderen Schulen durchführen. Die Spiele finden meist am Wochenende, teilweise auch unter der Woche statt. Jeder Sport ist jedoch nur ein Vierteljahr dran - das Schuljahr ist in seasons aufgeteilt: es gibt fall, winter und spring sports. (Die Sommersaison entfällt wegen der langen Sommerferien. Zu dieser Zeit jobben viele der Jugendlichen, oder besuchen Camps bzw. Summer Schools.) So ist Basketball z. B. ein winter sport und Schwimmen ein spring sport. Die Einteilungen sind nationwide relativ einheitlich, z. T. gibt es regional kleine Abweichungen. In Australien und Neuseeland kannst Du zudem noch Sportarten wie Netball, Rugby oder Cricket ausprobieren. Wer hier in Österreich eine bestimmte Sportart betreibt, sollte flexibel sein und drüben an verschiedenen Sportarten teilnehmen - um sich fit zu halten und auch wegen des Kontakts zu anderen Jugendlichen. Übrigens werden einige Sportarten überwiegend für Jungen angeboten, während andere wiederum fast reine Mädchensportarten sind. Man wird kaum ein weibliches Footballteam finden, Feldhockey für Jungen ist ebenso aussichtslos. Allerdings gibt es hier durchaus regionale Unterschiede. Übrigens: wenn nur von Hockey die Rede ist, ist eigentlich immer Eishockey gemeint (Feldhockey = field hockey).Je nach Größe der Schule und Interesse am betreffenden Sport gibt es Teams mehrerer Levels. In ein Team aufgenommen zu werden ist nicht selbstverständlich. Es gibt try outs, in denen die interessierten Schüler miteinander konkurrieren - nur die Besten werden aufgenommen. Zum Teil sind die try outs recht umfangreich, vor allem für so beliebte sports wie Basketball oder Cheerleading. Vielleicht bist Du gut genug fürs Team - oder man räumt Dir als Austauschschüler einen Sonderstatus ein und lässt Dich zumindest beim Training mitmachen. Wenn Du in ein Team aufgenommen wirst, so ist das keine Selbstverständlichkeit. Auf der einen Seite ist es auch eine Sache des Prestiges - Du wirst schnell herausfinden, wer an Deiner High School die Sport Stars sind, auf der anderen Seite kann der Sprung ins Team aber auch zu einer materiellen Angelegenheit werden: Colleges in den USA kosten Geld, und ein gutes College zu besuchen, kostet viel Geld. Mit scholarships (Stipendien) kann man unter Umständen eine Menge Geld sparen, vielleicht sogar ein College besuchen, das man sich sonst nicht hätte leisten können. Es hat sich ein regelrechtes System entwickelt - Scholarships gibt es für herausragende akademische Leistungen, aber eben auch für sportliche Leistungen, um z. B. für das College-Team einen guten ice-hockey Spieler zu bekommen....Dazu muss man aber als Einheimischer und auch als Austauschschüler von College-Beobachtern gesehen werden. Daraus könnte sich nun für einen einheimischen Schüler folgende Problematik ergeben: Wenn Du als Austauschschüler sozusagen „daherkommst" und ja im Regelfall nur ein Jahr bleibst, um dann wieder ins ferne Österreich zu „entschwinden" nimmst Du möglicherweise so den schon sicher geglaubten Platz im Team ein. Nun hat man vielleicht dadurch nicht die Chance, bei Spielen von College-Beobachtern gesehen zu werden und es könnten einem so Scholarships entgehen und das kann böses Blut geben. Nicht, dass Dir die Mitgliedschaft im Team und der Spaß nicht gegönnt sei - Du solltest Dir aber über diese Dinge im Klaren sein und sie im Hinterkopf behalten. Ansonsten probier alles aus, was Dir geboten wird! Vielleicht entdeckst Du ganz neue Seiten an Dir und führst das wrestling team Deiner Schule zur state championship.

  28. Leben im Ausland - Clubs and Activities

    Es ist kaum möglich, eine vollständige Liste von Clubs und Aktivitäten aufzustellen, die an High Schools angeboten werden. Sie decken alle Bereiche ab - von so traditionellen wie Drama Clubs oder Student Council (Schülervertretung), die es auch hier in Österreich gibt, über Equestrian Clubs, Debate Clubs, French, German oder Spanish Clubs, über FFA (der größten, landwirtschaftlich orientierten Jugendorganisation in den USA) und FHA (Future Homemakers of America = Amerikas zukünftigen Hausfrauen), bis hin zu Aktivitäten im künstlerischen oder musikalischen Bereich. Choir und Band sind dabei oft als eigene Fächer in den Unterricht integriert, daneben gibt es ein von Schule zu Schule mehr oder weniger breit gefächertes Angebot an weiteren Musikkursen und natürlich auch Kunstunterricht (Painting & Drawing, Sculpture Making, Commercial Arts, um nur ein paar Beispiele zu nennen). Dieser Bereich, der an österreichischen Schulen meist unter ferner liefen abgehandelt wird, spielt an der High School eine große Rolle. Häufig gibt es an den Schulen auch AGs oder andere Austauschclubs, die Dich natürlich besonders gerne willkommen heißen. Geh an Deiner Schule auf Entdeckungsreise. Vieles bekommt man auf den ersten Blick gar nicht mit, vor allem, wenn man die Sprache (noch) nicht so gut versteht. Vielleicht lässt Du Dir eine Liste der Clubs geben, die an Deiner Schule existieren. Und solltest Du tatsächlich „deinen“ Club nicht finden, gründe doch selbst einen. Oder überrede ein paar Leute aus Deiner Kirche, eine bestimmte Gruppe aufzumachen.......

  29. Kurssystem

    Die High School / Secondary School arbeitet im Regelfall mit einem Kurssystem. Das Programm z. B. in den USA ist auf vier Jahre ausgelegt; im ersten Jahr an der High School ist man Freshman, dann Sophomore, Junior und schließlich (und endlich!) Senior. Das entspricht den Klassenstufen 5 - 8. Es gibt in jeder Klassenstufe verschiedene Pflichtkurse, dazu können z. B. English, Social Science, Mathematics, History gehören. Manche Kurse sind auch für bestimmte Jahrgänge gedacht, Sophomore English z. B. oder Calculus als Mathekurs für Seniors. Das System ist jedoch durchlässig, will heißen, wenn man in einem Fach besonders gut ist, besucht man höher eingestufte schwierigere Kurse - oder auch andersherum. So sitzen in vielen Kursen Schüler mehrerer Klassenstufen zusammen im Unterricht. Abgesehen von den erwähnten Pflichtkursen hat man die „Qual der Wahl“. (Für Dich als Austauschschüler sieht die Sache etwas anders aus - siehe unten). Man muss dabei nur die Graduation im Auge behalten, denn um zu graduieren, muss man eine bestimmte Anzahl an credits sammeln, d. h. Kurse erfolgreich abschließen. Dabei wird zum Teil auch vorgeschrieben, wie viele credits aus welchen Bereichen (z. B. Science, Language) am Ende zusammenkommen müssen. Kurse, bei denen man die volle Wahlfreiheit hat, heißen dann electives. Die Schulwoche hat 5-6 Tage. Pro Tag werden 5 bis 7 Fächer unterrichtet - und zwar jeden Tag - jedenfalls meistens - dieselben. Es gibt auch Rotationspläne, bei denen zwei verschiedene Tage aufeinanderfolgen, oder Unterricht in Blöcken, bei dem an verschiedenen Tagen verschiedene Fächer länger unterrichtet werden. Die amerikanischen Schulen sind sehr einfallsreich, was die Stundenpläne angeht. Das Schulsystem und die Anzahl der belegbaren Kurse sind in allen anderen Ländern ähnlich. Großbritannien schlägt etwas aus dem Rahmen, da man hier nur 3-4 Fächer hat.    Die Regel sind jedoch 5 bis 6 Fächer pro Tag, von morgens 8-9 Uhr bis nachmittags um ca. 15 Uhr. Danach ist Training, wie Du schon vom Sport-Teil her weißt, und die Clubs haben die meetings - das aber nicht unbedingt jeden Tag, sonder ein- bis zweimal pro Woche, teilweise auch abends. Das hält natürlich ohne Essen niemand durch, deswegen gibt es mittags lunch - je nach Schule in ein oder zwei Etappen und mit mehr oder weniger Auswahl. Das school lunch kostet ca. $ 2-3,- pro Tag. Das solltest Du im Taschengeld mit einkalkulieren. Viele Familien geben den Austauschschülern wie den eigenen Kindern das Geld fürs Essen mit, aber davon kannst Du nicht selbstverständlich ausgehen. In manchen Schulen kann man auch frühstücken, und normalerweise stehen immer irgendwo Getränke- und Süßigkeiten-Automaten für Snacks zwischendurch herum. Du wirst also nicht verhungern - aber besonders viel Zeit zum Essen wirst Du auch nicht haben. Die classes dauern usually länger als die in Österreich üblichen 45 min. und ca. 5 min Pause dazwischen sind die Regel. Das kann ziemlich kurz sein, wenn man vom Arts Room zum Science Building am anderen Ende der Schule muss. Es ist auch nicht gerade üppig, um soziale Kontakte zu knüpfen. Der richtige Ort - und die Zeit - dafür sind die extracurricular activities (die Nachmittagsaktivitäten). Zurück zum academic program. Wie gesagt, für Dich als Austauschschüler, der Du nur ein Jahr bleibst, sieht das mit der Fächerwahl etwas anders aus als für die einheimischen Schüler. Möglicherweise schreibt Dir Deine österreichische Schule bestimmte Pflichtfächer vor, die Du belegen musst, um das Schuljahr in Österreich nicht wiederholen zu müssen. Kommen dann noch die Belegungsverpflichtungen der ausländischen Schule dazu, bleibt bei 5 oder 6 Fächern nicht viel Raum, Kurse nach eigenem Interesse zu wählen. Vielleicht erlässt Dir die High School aber auch die Pflichtfächer oder Du wiederholst das Schuljahr in Österreich sowieso. Dann stehen Dir natürlich alle Möglichkeiten offen, Deine Neigungen auszuleben. Die Fächerwahl wird auf jeden Fall Thema beim Vorbereitungsseminar sein. Kurse gibt es auf unterschiedlichen Levels. Da sind einmal die „ganz normalen“ Kurse. Dann gibt es in den USA beispielsweise Honor Courses, in denen die Anforderungen schon höher sind. Und schließlich sind da noch die sogenannten Advanced Placement Courses, die auf die AP (=Advanced Placement)- Prüfung im jeweiligen Gebiet vorbereiten. Ein erfolgreiches Bestehen erspart dann am College den Besuch entsprechender Kurse. Es gibt zum Teil auch die Möglichkeit, in normalen Kursen auf Honors Niveau zu arbeiten - man nimmt am Kurs teil, bearbeitet aber inhaltlich weitergehende und schwierigere Aufgaben. Die Schulen führen sogenannte Honor Lists oder Honor Rolls, auf denen die besten Schüler jeden Jahrgangs aufgelistet werden - diese Rankings werden auch in der Schule in Aushängen publik gemacht. Die Schulen sind eben sehr competitive, sehr wettbewerbsorientiert. Leistung ist erwünscht, sie wird auch von den Schülern (wie leider oft hier in Österreich) nicht negativ gesehen. Im Gegenteil genießen gerade die guten Schüler hohes Ansehen. Aber Leistung wird auch (individuell) gefördert - jeder soll in die Lage versetzt und motiviert werden, sein Bestes zu geben.

  30. Tests, Regeln & Co

    Überhaupt wird an Schulen gerne häufig getestet. Auf der einen Seite mit den übergreifenden Tests wie beim Einschreiben oder fürs College. Tests, um den Leistungsstand der Schüler im landesweiten Vergleich festzustellen, Interessententests, die den Schülern bei der Berufswahl und Karriereplanung helfen sollen. Auf der anderen Seite muss man auch im normalen Unterricht immer wieder mit Tests zwischendurch rechnen. Häufig sind das multiple choice tests zum Ankreuzen. Die Formulare, die automatisch ausgewertet werden, bitte mit den bekannten gelben Bleistiften ausfüllen. Sonst gibt es Chaos bei der Auswertung, mit Kugelschreiber ausgefüllte forms können nicht gelesen werden. Es werden aber auch, wie in Österreich üblich, Fragen gestellt, die dann schriftlich beantwortet werden müssen. Oder es gibt Kombinationen aus beidem. Cheating (mogeln) ist übrigens nicht drin! Es ist verpönt - jeder soll seine eigene Arbeit abliefern und nicht die Ergebnisse eines anderen. Du wirst auch hier Ausnahmen finden, wenn Du danach suchst. Aber die bestätigen nur die Regel - und an die musst Du Dich halten. Das gilt für alle Schulregeln! Im Vergleich zu Österreich wird Dir das Leben an der High School zunächst sehr reglementiert erscheinen. Du darfst aber nicht vergessen, dass diese Regeln, die Dir zum Teil streng und vielleicht sogar unsinnig erscheinen mögen, nicht extra für Dich aufgestellt wurden. Es gab sie schon seit vor Deiner Zeit, und sie gelten für jeden Schüler der Schule. Nur weil Du es von Österreich her anders kennst, bist Du da keine Ausnahme. Einen Unterschied gibt es allerdings: die Konsequenzen bei Mißachtung der Regeln. Im Ernstfall findest Du Dich im Flieger nach Hause wieder. Nachsitzen gibt es im Ausland auch - vielleicht hast Du schon mal den Film Breakfast Club gesehen? Wenn Du also eine detention bekommst, weil Du gegen eine Regel verstoßen hast, musst Du Dich nach dem Unterricht in einem bestimmten Raum einfinden - manche Schulen benutzen z. B. die Cafeteria. Dort sitzt Du dann unter Aufsicht eines Lehrers zusammen mit Leidensgenossen, die ebenfalls Mist gebaut haben, Deine Strafe ab, und erledigst z. B. Hausaufgaben oder Ähnliches. Das heißt natürlich auch, dass das Training oder Clubtreffen an dem Tag flachfällt. In dieser detention hall sitzen wahrscheinlich jeden Tag ein paar Leute, und Dir kann das während deines Aufenthaltes auch passieren. Aber wenn Du Dich „regelgerecht“ verhältst, sollte es das eigentlich nicht. Jede Schule hat eigene Regeln, auch wenn ein Großteil davon im Allgemeinen an allen High Schools gilt. Es ist Deine eigene Verantwortung, Dich über die Regeln der Schule zu informieren. Am Besten, Du lässt Dir eine Kopie der Schulordnung geben, wenn Du nicht ohnehin ein Handbook erhältst, in dem neben weiteren „lebenswichtigen" Informationen über Deine High School auch die Regeln aufgeführt sind. Die Schule im Ausland hat Dir eine Menge zu bieten, aber sie fordert auch einiges von Dir. Und dazu gehört, die Autorität der faculty members und des adminstration staffs anzuerkennen und Dich an die Regeln zu halten. Wenn Du gegen die Regeln verstößt, wird Dich Deine Schule auf probation (= Bewährung) setzen. Das ist normalerweise mit einer Benachrichtigung an die Gasteltern verbunden. Außerdem wird im Regelfall unser Partner, in dessen Programm Du bist, ebenfalls benachrichtigt. Dann wird man Dich auch von dieser Seite aus auf probation setzen und dies an uns weiterleiten. Während der Bewährungszeit darfst Du Dir nichts mehr zu Schulden kommen lassen. Andernfalls wirst Du von der Schule suspendiert und in der Konsequenz nach Hause geschickt werden. Bei schweren Verstößen kannst Du auch direkt ohne probation von der Schule verwiesen werden. Auch die Organisation kann Dich auf probation setzen, wenn Du gegen die Regeln verstößt. Eine besondere Form der Bewährung ist die academic probation: Diese wird ausgesprochen, wenn Deine schulischen Leistungen den Anforderungen nicht entsprechen. Innerhalb einer bestimmten Frist musst Du dann Deine Noten verbessern, oder zumindest zeigen, dass Du Dir Mühe gibst und Dich anstrengst. Die Einzelheiten werden von der Schule festgelegt. Stichwort akademische Leistungen: Du musst Dich durch Deine Leistungen empfehlen - für Sportteams, aber auch andere extra-curricular activities. Um daran teilnehmen zu dürfen, musst Du einen bestimmten Notendurchschnitt (GPA = Grade Point Average) halten. Sinkt dein Schnitt unter C (Ausreichend) oder sind einzelne Noten ungenügend, kann Dich die Schule solange aus den Teams ausschließen, bis Du den geforderten Level wieder erreicht hast. Deine Lehrer werden Dir gerne helfen, wenn Du sie darum bittest. Vielleicht kannst Du einige extra credits Aufgaben übernehmen, um Deine Noten zu verbessern. An ausländischen Schulen wird allgemein öfter benotet als in Österreich. Meistens gibt es viermal im Jahr Zeugnisse, nach jedem Quartal und zum Semesterende. Manche Schulen teilen das Schuljahr auch in Trimester ein; die Schulen haben da größere Freiheiten als hier in Österreich. Auch die Ferien können die Schulen selbst festlegen, daher sind Ferienbeginn und -ende oft sehr uneinheitlich. Abgesehen von den langen Sommerferien gibt es kaum längere Ferienblöcke, dafür mehr verlängerte Wochenenden. Ein bis zwei Wochen frei, selten mehr, gibt es zu Thanksgiving, Christmas und im Frühjahr. Diese Spring Break ist nicht gleichzusetzen mit Osterferien, häufig liegt sie früher. In England gibt es viele kleine Ferien zwischen den Terms und selbst die Terms werden noch einmal durch die Mid Term Break unterbrochen. Wie Du ja schon aus der Application weißt - und sicher auch sonst schon gehört hast - gibt es Buchstaben als Noten. Von A= Sehr gut bis F = Ungenügend. Zurück zum eigentlichen Unterricht. Neben den schon angesprochenen Tests gibt es eine weitere beliebte Form der Arbeit: research papers. Du bekommst ein Thema und vielleicht noch einige Hinweise. Dann musst Du innerhalb einer bestimmten Zeitspanne das Thema selbständig bearbeiten (research in der library oder im Internet zum Beispiel) und einen Text verfassen. Bitte schreibe nirgendwo ab - und wenn Du abschreibst, und sei es in anderen Worten, mache die Stellen deutlich als Zitate kenntlich. Sonst ist das plagiarism, und wenn es herauskommt, wird nicht nur Deine Arbeit mit F bewertet, sondern es ist sogar strafbar. Neben solchen längerfristigen Aufgaben gibt es auch noch die ganz normalen Hausübungen; die Menge hängt vom Fach, vom Lehrer, aber auch vom Niveau des Kurses (siehe oben) ab.  Da aber jeden Tag die gleichen Fächer unterrichtet werden, der Unterricht sowieso schon bis 15 Uhr geht, danach noch das Sporttraining und/oder die Treffen des einen oder anderen Clubs folgen, so dass Du normalerweise sowieso erst um 17 oder 18 Uhr zu Hause bist, wirst Du Dich manchmal verzweifelt fragen, wann Du eigentlich noch den mehrseitigen Text für Geschichte lesen sollst....? Vor allem am Anfang kann das anstrengend werden. Es ist nicht außergewöhnlich, dass man dann um 21 Uhr, wenn man mit den Hausaufgaben durch ist, todmüde ins Bett fällt.

  31. Essverhalten

    Besonders für Mädchen, aber auch so manchen Burschen, ist es oft schwer zu ertragen, dass sie während des Jahres ein paar Kilo zunehmen. Das ist aber ganz normal, durch die Essenumstellung einerseits und die Verlockung des Neuen andererseits. Wichtig ist zu akzeptieren, dass das halt passieren kann, nicht unbedingt muss, wenn man z. B. die Sportaktivitäten an der Schule wahrnimmt. Solltest Du betroffen sein, hilft Dir vielleicht zu wissen, dass Du all die zugelegten Pfunde wieder abnehmen wirst, sobald Du wieder zu Hause bist. Deshalb solltest es natürlich nicht darauf anlegen - ein konstantes Gewicht zu halten ist immer noch die beste Lösung. Bitte fange aber auf keinen Fall an, ein unnatürlich Essverhalten zu entwickeln (z. B. erbrechen oder binge-eating), falls die Waage mal nach oben ausschlägt. In dem Fall wirst Du nämlich schneller zur Behandlung nach Österreich zurückkommen und deinen Aufenthalt dadurch frühzeitig beenden als Dir wahrscheinlich lieb ist. Dasselbe gilt, falls Dir bestimmte Gerichte nicht schmecken. Probier immer zuerst, was Deine Gastfamilie kocht, aber zwing Dir kein Essen rein, um es später wieder zu erbrechen. In dem Fall, rede lieber höflich und diplomatisch mit Deiner Gastfamilie und erkläre ihr, dass Du die Mühe des Kochs schätzt, aber Dir diese oder jene Zutat nicht schmeckt. Das nimmt Dir niemand krumm, solange Du höflich und nicht verletzend bist, und keiner entwickelt den Verdacht, dass Du eine Essstörung hast.

  32. Sport und Unfälle

    Sportverletzungen und Unfälle kommen leider immer wieder vor. Bitte sei vorsichtig! Gerade in den Ländern mit Linksverkehr kommt es schon mal zu heiklen Situationen, weil man aus alter Gewohnheit beim Überqueren der Straße aus Versehen in die falsche Richtung schaut. Zudem muss man in allen Ländern einfach bedenken, dass es weniger Fahrradfahrer oder Fußgänger als in Österreich gibt. Autofahrer übersehen einen daher schneller, weil sie nicht mit einem rechnen. Also bitte besondere Vorsicht für den Fall, dass Du mit dem Fahrrad unterwegs bist.

  33. Umwelteinflüsse

    Alle Länder der südlichen Hemisphäre haben wegen der verringerten Ozonschicht über der Antarktis eine wesentlich höhere Sonneneinstrahlung. Also ist es besonders in Australien, Neuseeland und Südafrika wichtig, immer an ausreichenden Sonnenschutz und Kopfbedeckung zu denken.

  34. Sexualverhalten

    Besonderer Aufmerksamkeit bedarf Südafrika bezüglich der hohen HiV / Aidsrate. 20% der Bevölkerung ist mit dem HiV infiziert. Dies muss beim persönlichen Verhalten im Land dringend berücksichtigt werden. HiV und Hepatitis C sind natürlich für alle unsere Schüler ein Thema und wir erwarten, dass Du Dich verantwortungsbewusst verhältst. Die meisten Gastfamilien wollen ohnehin nicht, dass ihre Gastschüler sexuell aktiv sind, da sie die Verantwortung, o. g. Krankheiten und auch eventuelle Schwangerschaften betreffend verständlicherweise schlicht nicht übernehmen wollen. Dies gilt in allen Ländern gleichermaßen und sollte auch im Sinne einer Vorbildfunktion für kleine Gastgeschwister dringend respektiert werden. Versicherung und Versorgung im Krankheitsfall: bei umsichtigen Verhalten sind die Risiken einer Infektionserkrankung oder Verletzung nicht höher als in Österreich. Sollte es doch passieren hilft vielleicht zu wissen, dass die Gesundheitsversorgung in all unseren Programmländern gut ist.